Film und Text

Filmjournalist zu sein, bedeutet nicht, rund um die Uhr Filme zu sehen, sondern auch jene Menschen in den Fokus zu rücken, die sich hinter dem Medium verbergen. Das sind einerseits natürlich die Schauspieler. Doch auch Regisseure, Drehbuchautoren, Cutter, Kameramänner und Synchronsprecher sind essenziell, damit aus einer Idee durch das Handwerk ein Kunstwerk entstehen kann.

Mein Anspruch: Den Film möglichst in all seinen Fasern zu durchdringen, ihn zu verstehen, ihm aber auch die Mystik zuzugestehen, die ihn umgibt und die er braucht, damit er so unwiderstehlich bleibt. Buchstaben, die zu Silben werden, die zu Sätzen werden – der Text hilft mir bei diesem Unterfangen, wobei ich stets versuche, Thesen aufzustellen, die Dich, lieber Leserliebe Leserin, dazu ermutigen, weiterzudenken und mit mir in diese Sphäre der bewegten Bilder einzudringen.

Film ist also auch der Mensch. Der Mensch, der dahinter steht. Gespräche mit Filmschaffenden und jenen, die es schaffen, die Leidenschaft stets aufs Neue zu entfachen. Ja, der Austausch mit Menschen über den Film und durch den Film liegt mir besonders am Herzen. Die Filmkunst und meine persönliche Filmphilosophie in eine Textform zu übertragen, ist eine Art der Selbstkur, die ich nicht mehr missen möchte.

Konkret hieß das, dass ich über das Hardline Filmfestival in Regensburg berichtet, das Publikum des Transit Filmfests auf anstehende Filmperlen eingestimmt und bei Moviepilot Filmfans aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit News versorgt habe.

Das Beste am gesamten filmischen Komplex ist zugleich das Bitterste: Niemals werde ich alle Filme sehen können, die Regisseur der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft kreiert haben. Ein Perspektivenwechsel kann dieser Hiobsbotschaft jedoch den nötigen positiven Dreh verleihen: Niemals wird mir der Stoff ausgehen, Überlegungen über den Film und mit den Menschen, die ihn umgeben, anzustellen.

Konkret wird das heißen, dass ich mich wie ein Kind auf Reviews und Analysen und über jeden, dem ich im Zuge meiner Arbeit begegne, freue. Auf viele weitere Podcast-AuftritteGastbeiträge und Kinobesuche!

Warum Filme schauen?

Der Film bietet also nicht nur Prognosen, Lösungsmöglichkeiten und kreativen Raum, sondern kann auch als Rückzugsort dienen. Mit der richtigen Skalierung erfahren wir im Film geografische und zeitliche Allgegenwärtigkeit.

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Bildquelle © Warner Home Video 2019